Angespielt: Formel 1 2012

Meine Version von Formel 1 2012

Bei sechs Weltmeistern im Feld und 20 Rennen im Kalender versprechen allein die Rahmenbedingungen der Formel 1 Saison 2012 Spannung und Aufregung. Mit Formel 1 2012 verspricht Codemasters ein intensives Rennerlebnis, welches noch näher an der Realität sein soll, als der Vorgänger.

Mit Vorfreude wurde auf den Release des Spiels gewartet, doch dann kam der Schock!: Der viel gelobte Grand Prix Modus wurde aus dem Spiel genommen ! In diesem konnte der Spieler einen der 24 Fahrer im Starterfeld wählen, und mit ihm eine Saison bestreiten. Man konnte sogar selber bestimmen, in welcher Reihenfolge man seine Lieblingstrecken aneinander ketten will, und sich dadurch einen eigenen Kalender zusammenbasteln. Doch irgendein Mitarbeiter von Codemasters, kam auf die glorreiche Idee, man bräuchte solch einen Modus nicht!

Sebastian Vettel bei seinem Sieg in Singapur

Sebastian Vettel bei seinem Sieg in Singapur

Nun lasst uns zum eigentlichen Spiel kommen: Direkt beim Einwerfen der Disc in das Laufwerk unserer PS3, wird man in den Young Drivers Test geworfen. Hier geht es darum, mit der Steuerung des Gamepads erst einmal klar zu kommen. Man sucht sich eines der Top Autos aus, entweder Red Bull, Ferrari oder Mclaren, und wird in verschiedenen Übungen auf das spätere Renngeschehen vorbereitet. Zum Beispiel soll der Spieler versuchen, auf der Strecke in Abu Dhabi, in 6 Kurven alle Scheitelpunkte zu treffen.

Nachdem man diesen Test komplett absolviert hat, stehen einem alle Möglichkeiten des Spiels zur Verfügung. Je nachdem ob man den Test mit Gold, Silber oder Bronze bestanden hat, kann man sich ein Team für den Karrieremodus aussuchen. In diesem fährt man den kompletten Formel 1 Kalender der 2012er Saison, und bekommt je nach Leistung Jobangebote von größeren Teams, entwickelt mit Testfahrten im Freien Training das Auto weiter, und versucht Weltmeister zu werden.

Wer nicht unbedingt eine ganze Saison fahren möchte, kann auch die Season Challenge bestreiten. Hier geht es darum, in 10 Rennen a 5 Runden aus einem schlechten Team in ein Top Auto zu kommen, und dabei noch von allen die meisten Punkte zu sammeln.. Das funktioniert so: Wenn ich zum Beispiel als Caterham Fahrer, Pastor Maldonado im Williams herausfordere, und ihn dabei in zwei von drei Rennen besiege, erhalte ich sein Cockpit. So geht es dann weiter. Im Williams kann ich dann den nächsten Fahrer herausfordern usw.

Kimi Räikkonen bei seinem Sieg in Abu Dhabi 2012

Kimi Räikkonen bei seinem Sieg in Abu Dhabi 2012

Codemasters feiert den Fakt, dass in dieser Saison mit Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Fernando Alonso, Jenson Button, Lewis Hamilton und Kimi Räikkonen gleich sechs Weltmeister die Piste unsicher machen, mit einem Modus, der sich Champions Modus nennt. In verschiedenen Szenarien, die entweder auf einer der Lieblingstrecken der Champions stattfinden, oder die Situation beim Titelgewinn des jeweiligen nachstellen, muss man den Champion schlagen. Doch irgendwie scheint mir das kein würdiger Ersatz für den Grand Prix Modus, denn zum einen war der Grand Prix Modus umfangreicher, als auch deutlich mehr auf den Spieler zugeschnitten. Im Champions Modus kann man eben nur ein paar vorgefertigte Szenarien fahrern ,während man im vermissten Grand Prix Modus alles selber Einstellen konnte.

Das wichtigste im Spiel ist jedoch die Steuerung, und diese ist meiner Meinung nach extrem gut dafür, dass man mit einem Controller fährt. Auch die Simulation bei Regen ist ziemlich gut, sodass man eigentlich schon ein richtiges Formel 1 Gefühl bekommt.

Aber es gibt auch einiges zu kritisieren. Das Schadensmodell ist extrem schlecht. Egal wie heftig man crasht, der Frontflügel bricht immergleich ab. Zwar verliert man hier und da auch mal ein Rad, doch die Unfälle wirken immer stumpf und unreal.

Auch die Leistungverteilung innerhalb der Teams ist etwas abenteuerlich. Der Red Bull ist nur ein bisschen besser als Mittelmaß und der Williams ist so gut, dass man mit ihm eigentlich alle Rennen in der Saison gewinnen könnte, wenn man nicht ein winziges bisschen Gerechtigkeitsgefühl hat.

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